Samstag, 19. Februar 2011

Zukunft steht auf dem Spiel: VfL-Mitglieder müssen über Verkauf des Vereinsgeländes abstimmen

Am Montag nächster Woche findet die diesjährige Mitgliederversammlung des VfL Germania Leer statt. Es ist die wichtigste Zusammenkunft in der Geschichte des Klubs. Im Mittelpunkt der Sitzung steht die Rettung des  verschuldeten Vereins.  Diese soll mit Hilfe der „Germania-Stiftung zur Förderung des Sports und der Kinder-, Jugend- und Altenhilfe in der Leeraner Oststadt“ gelingen. Bereits im August des vergangenen Jahr hatten die VfL-Verantwortlichen das Konzept dieser Stiftung öffentlich vorgestellt. „Wir haben bewusst so früh informiert, damit unsere Mitglieder bei der Mitgliederversammlung nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden. So blieb genug Zeit, um das Konzept mit uns zu diskutieren“, erklärt Germanias Vorsitzender Torsten Dinkela. Die Resonanz auf die Stiftungsidee sei positiv gewesen.

Entschuldung durch Stiftung

Das Germania-Gelände am Hoheellernweg soll in den Besitz der Stiftung übergehen – damit wäre der Verein entschuldet. Über den Verkauf müssen die Germania-Mitglieder abstimmen. Zukünftig soll der Verein das Gelände von der Stiftung pachten. In einem Vertrag wird die langfristige und uneingeschränkte Nutzung des Grundstücks durch den VfL Germania Leer festgelegt.  „Aus Sicht des Vorstands ist die Stiftung die einzige Möglichkeit. Wenn wir weiterhin mit den Verbindlichkeiten leben, ist der Verein in der Zukunft kaum handlungsfähig“, so Dinkela. Um den VfL nach dem Verkauf des Geländes auf einem guten Weg zu halten, sei die Gewinnung weiterer Sponsoren nötig. Auch  eine „moderate Anpassung“ der Mitgliedsbeiträge ist geplant.Die Aktivitäten der neuen Stiftung sollen der ganzen Oststadt zugutekommen. Alle dortigen Einrichtungen können Zuschüsse bei der Stiftung beantragen. „Davon werden insbesondere Kinder, Jugendliche und Senioren profitieren“, so Torsten Dinkela.
Torsten Dinkela (Mitte) hofft auf die Sanierung des Vereins.
Die Geldgeber der Stiftung erhielten zwar keine Ausschüttungen, könnten ihre Beiträge aber steuerlich abschreiben. Im Stiftungsbeirat werden unter anderem Bürgermeister Wolfgang Kellner und Landrat Bernhard Bramlage vertreten sein.
Germania Leer sieht sich „als wichtiger Bestandteil der Oststadt“, wie Torsten Dinkela betont. Ein Umzug sei daher nie ein Thema gewesen. „Unser Sportgelände steht immer offen und wird von Kindern und Jugendlichen genutzt. Das ist bei anderen Vereinen nicht so. Wir haben aber auch eine soziale Verantwortung in der Oststadt. Und dieser stellen wir uns.“

Keine Kommentare:

Kommentar posten