Samstag, 28. Mai 2011

Wer behält die Nerven? Der spannende Abstiegskampf in der Leeraner Kreisliga spitzt sich zu

Hollen (links: Dieke Oltmanns)
hofft noch. Warsingsfehn (rechts:
Michael Brinker) fehlt nur noch
ein Punkt.
Noch zwei Spieltage stehen in der Fußball-Kreisliga auf dem Programm. Im Tabellenkeller kann der Holter SV aufatmen. Nach dem Sieg über den direkten Konkurrenten FTC Hollen (2:1) ist Holte gerettet. Hollen muss hingegen weiter zittern. Mit 31 Punkten liegt die Mannschaft von Trainer Uwe Frieling einen Punkt hinter dem TuS Holthusen, der am Sonntag um 15 Uhr beim SV Warsingsfehn antreten muss. Auch die Moormerländer (37 Punkte) sind noch nicht endgültig gerettet. Sie benötigen noch einen Punkt, um sicher zu sein. Hollen erwartet am Sonntag um 15 Uhr Frisia Völlenerkönigsfehn. „Wir können den Klassenerhalt nicht mehr aus eigener Kraft schaffen. Wir wollen aber zur Stelle sein, wenn die Konkurrenz Punkte lässt“, sagt FTC-Trainer Uwe Frieling. Der 43-Jährige hatte Hollen in der Winterpause übernommen. Gerade mal sechs Punkte hatte das sieglose Schlusslicht auf dem Konto. Mit Frieling startete Hollen eine große Aufholjagd. In der Rückrundentabelle sind die Rot-Weißen Sechster.

Zuletzt gab es aber nur einen Punkt aus drei Spielen. „Mit Hilko Betten fällt krankheitsbedingt einer der ganz wichtigen Leistungsträger aus. Dadurch fehlte zuletzt etwas die Ordnung in unserem Spiel. Gegen Stapelmoor und Filsum war ich auch mit der kämpferischen Einstellung nicht zufrieden“, erklärt Frieling. Die Zukunft des Trainers in Hollen ist noch offen. Der ehemalige TuRa 07-Spieler vereinbarte bei Amtsantritt eine Zusammenarbeit bis zum Saisonende. „Der Kampf um den Klassenerhalt hat jetzt Priorität. Über alles andere mache ich mir später Gedanken“, so Frieling.

Holthusen: Kriegen die wechselwilligen Spieler die Kurve?

Auch beim TuS Holthusen ist der Fokus auf den Abstiegskampf gerichtet – was nach Aussagen von Trainer Hinni Siemens nicht immer der Fall war: „Die Luft war etwas raus. Einige Spieler sind nicht mehr mit der notwendigen Einstellung und Disziplin an die Sache herangegangen. Wir haben darüber gesprochen. Ich bin zuversichtlich, dass jetzt alle motiviert sind, den Klassenerhalt zu schaffen.“ Besonders die wechselwilligen Spieler sind gefordert: „Ich hatte in den vergangenen Wochen das Gefühl, dass manch einer schon mit den Gedanken bei seinem neuen Verein war“, so Siemens. Der Aderlass wird beim TuS nicht unerheblich sein. Jens Byl und Dimitri Patzer (beide im Studium) stehen voraussichtlich nicht mehr oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung. Dennis Smidt wechselt zum VfR Heisfelde, Anatolij Buksmann zieht es zum Bezirksligisten TuS Weener, der inzwischen auch Viktor Buksmann verpflichtet hat.
Immerhin hat Holthusens Torhüter Timo Bosma für die nächste Saison zugesagt. Er war zuletzt bei Concordia Ihrhove im Gespräch. Hinni Siemens wird auch in der kommenden Saison Trainer des TuS Holthusen bleiben – unabhängig von der Liga. Da er wegen Schichtarbeit aber weniger Zeit zur Verfügung hat, soll Co-Trainer Matthias Schoormann noch intensiver in die Trainingsarbeit eingebunden werden.

Nur noch theoretische Chancen für Stapelmoor

Holthusen-Trainer Hinni Siemens
Nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt hat Teutonia Stapelmoor (26 Punkte). Die Teutonen müssten beide Spiele gewinnen und auf zwei Ausrutscher der Konkurrenz aus Holthusen und Hollen hoffen. Am letzten Spieltag könnte es dann doch noch im direkten Duell zum Showdown zwischen den Nachbarn Stapelmoor und Holthusen kommen. „Aber selbst wenn Teutonia zu dem Zeitpunkt schon abgestiegen ist, werden sie uns im Derby ganz bestimmt nichts schenken“, macht sich Holthusens Trainer Hinni Siemens keine Hoffnung auf Nachbarschaftshilfe.   

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