Freitag, 14. Januar 2011

Bezirksliga Weser-Ems: Ist Frisia Loga noch zu stoppen?

Loga-Stürmer Thiemo Stolz
Mit zwölf Siegen aus 14 Spielen führt Frisia souverän die Tabelle der Fußball-Bezirksliga Weser-Ems (Staffel 1) an. In der Winterpause konnte auch das einzige Frisia-Manko ausgemerzt werden. Denn der zu kleine Kader wurde für die Rückrunde weiter aufgerüstet. Mit Ulloa-Ferreira (Aurich) sowie den talentierten A-Jugendlichen Marcel Hinz und Alexander Vogel (beide RVO Groningen/Cambuur U19) wechseln zur Halbserie drei Spieler nach Loga. Auch Verstärkungen für die Defensive sind noch im Gespräch. Die Fußballfans in der Region fragen sich angesichts dieser Tatsachen: Ist Frisia auf dem Weg zum Titel noch zu stoppen? Wir haben bei den Loga-Verfolgern nachgefragt.

„Ich glaube nicht an eine Schwächephase von Frisia“, sagt Ephard Baumann, Fußball-Abteilungsleiter des Tabellenzweiten Concordia Ihrhove. „Loga ist auf einem sehr guten Weg. Der kleine Frisia-Kader war bisher kein Nachteil. Ich habe eher den Eindruck, dass das Gegenteil der Fall war. Das hat die Mannschaft noch mehr zusammengeschweißt“, so Baumann weiter.
„Ich erwarte, dass es zum Ende einen Zweikampf zwischen uns und Loga um den Titel geben wird“, sagt Dirk „Ersi“ Blech, Trainer des Tabellendritten TuS Esens. „Beide Mannschaften werden sich noch Ausrutscher leisten, mit denen keiner rechnet“, so Blech. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Loga die ganze Saison über so souverän spielen wird wie bisher“, betont der TuS-Trainer. Frisias bisherige Leistung verdiene aber ein großes Kompliment: „Detlef Brinkmann hat aus starken Einzelspielern eine richtig gut funktionierende Mannschaft geformt.“
Dass Frisa trotzdem nicht unbesiegbar ist, bewies Concordia Ihrhove in dieser Saison bereits zweimal. Zunächst siegten die Concorden in der ersten Bezirkspokal- Runde nach Elfmeterschießen in Loga. Im Oktober folgte in der Liga ein deutlicher 3:0-Heimsieg über den Spitzenreiter. „Man muss sie an den spielerischen Wurzeln packen“, sagt Ephard Baumann. „Wenn man die Räume für Kreativspieler wie Holldorf, Krettek und Harries eng macht, sind die Passwege in die Spitze versperrt. Das ist uns gut gelungen. Dadurch konnte die starke Offensivabteilung mit Sick und Stolz nicht in Szene gesetzt werden“, erklärt der Ihrhover.
Baumann und Esens-Trainer Blech sind sich einig, dass der letztjährige Oberligaspieler Christian Holldorf der Schlüsselspieler der Frisianer ist. „Holldorf sorgt dafür, dass Sebastian Krettek die nötigen Freiheiten hat. Damit ist Krettek wertvoller ist als in den vergangenen Jahren“, sagt Dirk Blech.
Blech ist zuversichtlich, dass es keinen Frisia-Alleingang geben wird. „Natürlich werden wir Loga noch abfangen“, schmunzelt er. „Wenn wir unser Nachholspiel gewinnen, haben wir schließlich nur vier Punkte Rückstand. Loga muss noch 20 Spiele absolvieren, wir sogar noch 21. Es ist also nichts entschieden.“

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