Samstag, 12. März 2011

Drei Concordia-Tore in sieben Minuten (Bericht inklusive Foto-Nachlese)

Der VfL brannte im Derby nur 
neben dem Platz ein Feuerwerk ab.
Concordia Ihrhove ist zumindest bis Sonntagnachmittag Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga. Die Westoverledinger setzten sich am Freitag mit 4:1 im Kreisderby beim VfL Germania Leer durch. Die seit vielen Wochen von Verletzungssorgen geplagten Gastgeber erwischten vor 250 Zuschauern den besseren Beginn. Das Team von Trainer Wlodek Pikula erarbeitete sich in der ersten halben Stunde ein leichtes optisches Übergewicht und hatte durch Voorwold und Reiter gute Chancen. Doch dann schlug Ihrhove eiskalt zu. Dank hundertprozentiger Chancenverwertung erzielten die Gäste innerhalb von sieben Minuten drei Tore. VfL-Trainer Wlodek Pikula schüttelte am Spielfeldrand angesichts fahrlässiger Unachtsamkeiten seiner Defensive den Kopf.

In der zweiten Halbzeit passierte zunächst nicht viel. Germania war zwar bemüht, blieb aber im Spiel nach vorne zu langsam und einfallslos. Concordia konterte aus einer sehr sicher agierenden Abwehr. Ihrhoves reife Spielanlage machte den Unterschied im Derby. Reiters Ehrentreffer (69.) zum 1:3 rief aber doch noch einmal die lautstarken VfL-Fans auf den Plan. Und der eingewechselte Lowell Eistert hätte sogar beinahe noch per Kopf auf 2:3 verkürzt. In der Schlussphase kochten im bis dahin fairen Derby die Emotionen hoch. Dem nicht immer sicheren Schiedsrichter Philipp Haag (Oldenburg) drohte das Spiel zu entgleiten. Zunächst sah Germanias Philip Maguru nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot (78.). Auch Ihrhoves Baris Vural musst nach wiederholtem Foulspiel mit der Ampelkarte vom Platz (84.). Doch statt das Feld zu verlassen, verstrickte sich der ehemalige Germania-Spieler in eine hitzige und folgenschwere Diskussion mit dem Schiedsrichter. Vural beschimpfte den Unparteiischen als „Arschloch“ und rief „F... dich!“ Schiedsrichter Philip Haag bestätigte dies nach dem Spiel. „Ich muss das im Spielbericht erwähnen. Dem Spieler droht eine längere Sperre.“ Dabei hatte Ihrhove die Partie kurz vorher schon durch den verwandelten Foulelfmeter von Sergej Maljutin (82.) endgültig entschieden. Zuvor war SVC-Torjäger Thomas Hermes gefoult worden.
Auch Germanias Kapitän Paul Tomaszewski hatte seine Nerven nicht im Griff. Er warf den Ball in der Nachspielzeit gegen den Oberkörper von Concordias Michel Viganksy. Tomaszewski sah glatt Rot.
„Wir haben es Ihrhove viel zu leicht gemacht, Tore zu schießen. Man kann einem Erhan Colak, von dem man weiß, dass er immer gefährlich ist, nicht so viele Freiheiten lassen. Da muss man anders zur Sache gehen“, sagte Germania-Trainer Wlodek Pikula. Concordia-Kapitän Colak resümierte: „In der ersten Halbzeit war es eigentlich ein ausgeglichenes Spiel. Aber unsere konsequente Chancenverwertung war der Schlüssel zum Sieg. In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel gut kontrolliert und so nichts mehr anbrennen lassen.“

VfL: Jonjic, Müseler (46. Sponda), Müller (70. Bahne), Tomaszewski, Schmidt, P. Maguru, H. Janssen (76. Eistert), Voorwold, Reiter, Berisa, Lente

Concordia: Müller, Meinders, Stumpe (57. M. Janssen), Sylla, Böhmer, Vural, Walocha, Vigansky, S. Maljutin, Hermes (82. Widder), Colak.

Tore: 0:1/0:2 Colak (33./37.), 0:3 Meinders (40.), 1:3 Reiter (69.), 1:4 S. Maljutin (82., FE)

Fotos vom Spiel (anklicken, um zu vergrößern):


Leeraner Küstennebel
Hendrik Janssen gegen Rene Stumpe
Ihrhove-Anhang
Schiedsrichter Philipp Haag (Oldenburg) hatte alle Hände voll zu tun.
Immer angenehm: Flutlicht-Atmosphäre am Hoheellernweg.
VfL-Fan-Nachwuchs
Gut gelaunt trotz 1:4? Oder kommt dieses Duo aus Ihrhove?

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